Zen-Mönch Ryôkan - Leben & Wirken,
chinesische Gedichte und japanische Haiku, zweisprachige Ausgabe.
Übersetzung aus dem Chinesischen und Japanischen
und Kommentierung von M. Bernhard Schiekel.
Vorwort von David Steindl-Rast.
351 Seiten, EUR 16,99. ISBN-10: 9-783769-327014.
BOD, Hamburg, 2025.
Rezension: Ursache\Wirkung Nr. 135, April 2026, S. 81.
Veröffentlichung hier mit freundlicher Genehmigung
von Hendrik Hortz für Ursache\Wirkung.
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Dieses Buch über den japanischen Zen-Mönch und Dichter Taigu Ryôkan (1758-1831) ist eine Einladung, den Geist
des Zen in seiner poetischen Form zu erfahren. Ryôkan, der als Einsiedler und Bettelmönch lebte, verkörpert
eine radikale Einfachheit, die frei ist von weltlicher Eitelkeit. Seine Verse, oft scheinbar schlicht wie
"Die großen Wildgänse fliegen mit regenschweren Flügeln" entfalten beim Lesen eine stille Tiefe, die aus
der Unmittelbarkeit des Lebens selbst erwächst.
Ryôkans Dichtung erschließt sich im Mitgehen: im geduldigen Lesen, im Erkennen der Menschlichkeit hinter
der Form. Er schrieb "meine Gedichte sind keine Gedichte" - und genau darin liegt ihr Zauber. Das Buch
präsentiert die chinesischen Gedichte und japanischen Haiku im Original mit ihren Übersetzungen, deren
Behutsamkeit man spürt. Es ist ein stilles, ein leuchtendes Buch über das einfache Dasein, das sich erst
bei genauem Hinsehen in seiner ganzen Schönheit offenbart. Da wundert es nicht, dass der Benediktinermönch,
Eremit und spirituelle Lehrer David Steindl-Rast das Vorwort zu diesem Werk beisteuert.
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