Ein Halblächeln üben |
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Lächeln mit den Augen macht froh
Ergebnisse einer psychologischen Studie, Menschen, die froh sind, lächeln gerne. Doch Psycholgen behaupten seit langem, daß dieser Satz auch umgekehrt gilt: Bewußtes Lächeln kann die Stimmung heben. Aber das geht nicht mit jedem leichten, gequälten oder geschäftsmäßigen Lächeln. Es muß schon ein "echtes" sein. Ein wirkliches Lächeln, das hatte schon 1862 der französische Neurologe Duchenne de Boulogne festgestellt, erschöpft sich nicht nur in einem leichten Anziehen von Mundwinkel und Wangen. Ein herzliches Lächeln geht von den Augen aus. Eine besondere Rolle spielen dabei unwillkürliche Bewegungen kleiner Muskeln in den Augenwinkeln, der "pars lateralis", präzisierte vor einigen Jahren der Psychologe Paul Ekman vom Human Interaction Laboratory der Universität von Kalifornien in San Francisco. Die meisten Leute können diese "Duchenne-Marker", die das echte Lächeln ausmachen, nicht bewußt kontrollieren. Man kann sie aber trainieren, sagt Ekman. Er und seine Mitarbeiter ließen ihre Versuchspersonen bewußt herzlich lächeln und fragten sie nicht nur, wie sie sich fühlten, sondern verglichen die dabei auftretenden Hirnaktivitäten. Das Ergebnis bestätigte die verbreitete, in ihren Ursachen aber umstrittene Erfahrung der Psychologen, heißt es in Science (Bd. 262, S. 336, 1993). Während des bewußt freundlichen Lächelns erhöhte sich die Aktivität in den Bereichen der linken Hirnhälfte, denen die Neurologen positive Gefühle zuordnen. "Das ist ein erster wirklicher Test von Duchennes Beobachtungen der Bedeutung der Augenmuskeln", sagt Ekman. Es zeigt darüber hinaus: Die Psychologen haben recht. Lächeln kann wirklich froh machen - selbst wenn man es bewußt einsetzt. |
Einige Zitate zum Halblächeln aus:
Das Wunder der Achtsamkeit, Theseus Verlag, Zürich, 1988.
Halblächeln beim Erwachen am Morgen
Häng die einen Zweig oder irgendein anderes Zeichen, oder sogar das Wort
"Lächeln" an die Decke oder Wand, so daß du es sofort siehst,
wenn du deine Augen öffnest. Dieses Zeichen soll dir als Erinnerung
dienen. Nutze die Sekunden vor dem Aufstehen und spüre deinen Atem.
Atme dreimal sanft ein und aus und halte dabei ein Halblächeln aufrecht.
Folge deinem Atem.
Halblächeln in freien Augenblicken
Wo immer du sitzt oder stehst, übe ein Halblächen. Schau ein Kind
an, ein Blatt, ein Gemälde an der Wand, irgendetwas, was
verhältnismäßig ruhig ist und lächle. Atme dreimal still
ein und aus. Halte ein Halblächeln aufrecht und betrachte den Punkt
deiner Aufmerksamkeit als dein wahres Wesen.
Halblächeln bei Gereiztheit
Wenn du eine Gereiztheit bemerkst, übe ein Halblächeln. Atme ruhig
ein und aus und halte das Halblächeln für drei Atemzüge
aufrecht.
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